DijiSense Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 11. April 2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") regeln die Rechtsbeziehung zwischen der Ultra Quantum e-ware Research Co., Ltd. (nachfolgend „Anbieter") und dem jeweiligen zahlenden Nutzer (nachfolgend „Kunde") hinsichtlich der Nutzung des „DijiSense Digital-Twin- und IoT-Visualisierungs-Kommandozentrale-Plattformdienstes" (nachfolgend „Dienst"). Mit dem Zugang zum oder der Nutzung des Dienstes erklärt der Kunde sein Einverständnis mit diesen AGB. Hinweis für Unternehmer: Diese AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Der Dienst wird nicht an Verbraucher im Sinne von § 13 BGB erbracht.
§ 1 Leistungsbeschreibung und Kundeneigenschaft
(1) Der Anbieter stellt KI-gestützte Digital-Twin-Erstellung, IoT-Sensordatenintegration, 3D-Visualisierungs-Kommandozentralen und intelligente Alarmsysteme bereit.
(2) Der Dienst steht ausschließlich Unternehmern im Sinne von § 14 BGB zur Verfügung, d. h. natürlichen oder juristischen Personen oder rechtsfähigen Personengesellschaften, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln.
(3) Mit dem Zugang zum Dienst versichert der Kunde, dass er den Dienst in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit und nicht als Verbraucher nutzt.
§ 2 Rechtskonforme Nutzung
(1) Der Kunde verpflichtet sich, den Dienst nur im Einklang mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere dem Telemediengesetz (TMG), dem Datenschutzrecht (DSGVO, BDSG), dem Urheberrechtsgesetz sowie dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), zu nutzen.
(2) Der Kunde darf den Dienst nicht dazu verwenden, rechtswidrige Daten zu erheben, zu übermitteln oder zu speichern oder den Dienst für Zwecke einzusetzen, die gegen geltendes Recht verstoßen.
(3) Sofern der Anbieter aufgrund eines rechtskräftigen Beschlusses oder einer gesetzlichen Verpflichtung zur Auskunft gegenüber Behörden oder Gerichten verpflichtet ist, wird er dieser Verpflichtung im gesetzlich erforderlichen Umfang nachkommen.
§ 3 Haftungsfreistellung
Der Kunde stellt den Anbieter, seine gesetzlichen Vertreter, leitenden Angestellten und Erfüllungsgehilfen von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung dieser AGB oder anwendbarer Rechtsvorschriften durch den Kunden beruhen, einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten.
§ 4 Verbotene Handlungen
(1) Dem Kunden ist es untersagt:
1. den Dienst für unberechtigte Datenzugriffe, unbefugtes Eindringen in fremde Systeme oder für Netzwerkangriffe zu nutzen;
2. Schadsoftware, Computerviren oder sonstige schädliche Programme hochzuladen, zu übermitteln oder zu speichern;
3. den Betrieb des Dienstes oder die Nutzung durch andere Kunden zu beeinträchtigen oder zu stören;
4. durch übermäßige oder missbräuchliche API-Aufrufe die Leistung der Plattform zu verschlechtern.
(2) Verursacht das Verhalten des Kunden Schäden an der Infrastruktur, dem Netzwerk oder Drittanbieter-Cloudressourcen des Dienstes, ist der Anbieter berechtigt, den Dienst ohne vorherige Ankündigung zu sperren oder einzuschränken.
§ 5 Leistungsumfang
(1) Der Dienst umfasst insbesondere:
1. KI-gestützte Erstellung von Dashboards und Digital-Twin-Konfigurationen;
2. IoT-Gerätedatenintegration (MQTT, HTTP, Modbus TCP und weitere Protokolle);
3. Sensordaten-Mapping und Visualisierung auf 3D-Gebäudemodellen;
4. Echtzeit-WebSocket-Datenpush und Alarmbenachrichtigungen;
5. Historische Datenspeicherung und -abfrage;
6. SaaS-Cloud-Dienst sowie – je nach gewähltem Leistungspaket – eine On-Premises-Bereitstellungslizenz.
(2) Der Anbieter ist ausschließlich für den technischen Betrieb der Plattform verantwortlich. Eine Haftung für den Inhalt der vom Kunden eingebundenen Gerätedaten sowie für rechtliche Konsequenzen oder Schäden, die aus Entscheidungen des Kunden auf Grundlage der Plattformdaten entstehen, ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
§ 6 Datensicherheit und Verschlüsselung
(1) Der Anbieter stellt eine mehrstufige Datensicherheitsarchitektur bereit, die plattformverwaltete Schlüssel, BYOK (Bring Your Own Key) und HYOK (Hold Your Own Key) umfasst.
(2) BYOK- und HYOK-Kunden: Verschlüsselungsschlüssel liegen ausschließlich beim Kunden. Der Anbieter hat keine technische Möglichkeit, auf Klartextdaten des Kunden zuzugreifen. Der Kunde hat die Schlüssel sorgfältig zu verwahren; eine Haftung des Anbieters für Datenverluste infolge verlorener oder unsachgemäß verwalteter Schlüssel ist ausgeschlossen.
(3) On-Premises-Kunden: Die Daten werden im Rechenzentrum des Kunden gespeichert. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für die kundenseitige Hard- und Software sowie für die Netzwerk- und Systemsicherheit.
§ 7 Höhere Gewalt; Datensicherungspflicht des Kunden
(1) Der Anbieter wird den ordnungsgemäßen Betrieb des Dienstes aufrechterhalten. Er haftet nicht für Leistungsstörungen, die auf höherer Gewalt beruhen, wie insbesondere großflächige Ausfälle von Cloud-Infrastrukturanbietern, Naturkatastrophen, Krieg, Terrorismus oder behördliche Maßnahmen.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, seine wichtigen Daten (insbesondere Gerätekonfigurationen, Dashboard-Einstellungen und Sensordatenverlauf) regelmäßig auf eigene Kosten lokal oder an einem externen Standort zu sichern.
§ 8 Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur, wenn eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wurde; in diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters – insbesondere für mittelbare Schäden, Folgeschäden und entgangenen Gewinn – ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
§ 9 Haftungsausschluss bei Sicherheitsvorfällen
Werden kundeneigene IoT-Geräte, Gateways oder interne Netzwerksysteme durch unberechtigte Zugriffe Dritter, Zerstörung, Manipulation oder Datendiebstahl beeinträchtigt, haftet der Anbieter für daraus resultierende Schäden nur nach Maßgabe von § 8. Der Kunde ist für die Umsetzung geeigneter technischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen selbst verantwortlich.
§ 10 Wartungs- und Sorgfaltspflichten des Kunden
Der Kunde ist verpflichtet, seine eigenen Systeme und Geräte (insbesondere IoT-Gateways, API-Integrationsprogramme und MQTT-Broker-Konfigurationen) mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu betreiben und zu warten. Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste oder Betriebsunterbrechungen, die durch Gerätefehler, Konfigurationsfehler, mangelhafte Netzwerkqualität oder Gerätetrennungen auf Kundenseite verursacht werden.
§ 11 Datenschutz; Stammdatenänderungen
(1) Der Kunde hat Änderungen seiner Stammdaten (insbesondere Kontaktdaten und Rechnungsadresse) dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.
(2) Die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Anbieter erfolgt nach Maßgabe der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO und des BDSG, sowie der auf der Website des Anbieters abrufbaren Datenschutzerklärung.
(3) Der Anbieter gibt Gerätedaten, Anlagendaten oder sonstige vertrauliche Geschäftsdaten des Kunden nicht ohne dessen Einwilligung an Dritte weiter, sofern keine gesetzliche Verpflichtung zur Weitergabe besteht.
§ 12 Vertragsänderungen; Kündigung
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB sowie den Leistungsumfang des Dienstes aus sachlichem Grund zu ändern. Änderungen werden dem Kunden mindestens einen (1) Monat vor ihrem Inkrafttreten in Textform mitgeteilt.
(2) Im Falle einer Einstellung des Dienstes informiert der Anbieter den Kunden mindestens einen (1) Monat vor dem geplanten Einstellungszeitpunkt.
(3) On-Premises-Lizenzkunden: Mit Ablauf der Lizenzlaufzeit stellt die Software ihre Funktion ein. Der Kunde hat vor Laufzeitende sämtliche Daten zu exportieren und weitere Vorkehrungen zu treffen.
§ 13 Entgelte; Widerrufsrecht; Kündigung
(1) Der Dienst wird im Wege des Prepaid-Abonnements (SaaS-Pakete) und der Jahreslizenz (On-Premises-Pakete) angeboten.
(2) Kostenloser Tarif: Neukunden erhalten Zugang zum kostenlosen Starter-Tarif mit eingeschränkter Geräteknoten- und Funktionsanzahl. Eine Kündigung ist jederzeit kostenfrei möglich.
(3) Widerrufsrecht: Da der Dienst ausschließlich an Unternehmer erbracht wird, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Als freiwillige Kulanzregelung gewährt der Anbieter Kunden, die über Paddle zahlen, innerhalb von vierzehn (14) Kalendertagen ab Erstzahlung ein Rückgaberecht, sofern der Dienst noch nicht in Anspruch genommen wurde.
(4) Folgeabrechnungen: Das vorstehende Rückgaberecht gilt nicht für automatische Verlängerungszahlungen nach dem ersten Vertragszeitraum.
(5) On-Premises-Lizenz: Das Jahreslizenzentgelt ist bei Vertragsschluss vollständig fällig und nicht erstattungsfähig.
(6) Gutschrift bei Ausfallzeiten: Im Falle einer vollständigen Nichtverfügbarkeit des SaaS-Dienstes aufgrund eines schwerwiegenden technischen Fehlers erstattet der Anbieter das Entgelt anteilig für den Ausfallzeitraum.
§ 14 Sofortaktivierung; Unternehmereigenschaft
Bei Vertragsschluss wird der Kunde aufgefordert, folgende Erklärung aktiv zu bestätigen: „Ich bestätige, dass ich als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB handle und stimme zu, dass DijiSense den Dienst unmittelbar nach Zahlungseingang freischaltet. Ich nehme zur Kenntnis, dass mir als Unternehmer kein gesetzliches Widerrufsrecht zusteht und dass die freiwillige Kulanzregelung mit der sofortigen Inanspruchnahme des Dienstes entfällt."
§ 15 Datenverarbeitung nach Vertragsende
(1) Vor Vertragsende obliegt es dem Kunden, sämtliche im System gespeicherten Sensor-Verlaufsdaten, Dashboard-Konfigurationen und Digital-Twin-Modelleinstellungen eigenverantwortlich zu exportieren und zu sichern.
(2) Nach Vertragsende löscht der Anbieter alle Kundendaten innerhalb von dreißig (30) Tagen endgültig. Eine Haftung des Anbieters für Schäden aus dieser Löschung ist ausgeschlossen.
§ 16 Verzugszinsen
Gerät der Kunde mit der Zahlung von Verlängerungsentgelten um mehr als einen (1) Monat in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweils gültigen Basiszinssatz gemäß § 288 Abs. 2 BGB zu berechnen. Der Anbieter ist zudem berechtigt, das Kundenkonto und die Lizenz nach schriftlicher Abmahnung zu sperren oder zu kündigen.
§ 17 On-Premises-Lizenzbestimmungen
(1) On-Premises-Bereitstellungslizenzen sind an die vom Kunden bei Lizenzerteilung bezeichnete Server-Hardware gebunden.
(2) Eine Nachausstellung der Lizenz oder eine Erstattung wird nicht gewährt, wenn:
1. der Kunde die Server-Hardware austauscht und die Lizenz dadurch ihre Gültigkeit verliert;
2. Änderungen der IT-Umgebung des Kunden zu Betriebsstörungen führen; oder
3. der Kunde die Software nicht entsprechend der Bereitstellungsdokumentation des Anbieters installiert.
(3) Eine Umbindung der Lizenz auf neue Hardware ist vorab schriftlich beim Anbieter zu beantragen.
§ 18 Pflichten zur ordnungsgemäßen Systemnutzung
Zur Aufrechterhaltung der Plattformstabilität verpflichtet sich der Kunde:
1. keine automatisierten unberechtigten Zugriffe, Web-Scraping oder Lasttests ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Anbieters durchzuführen;
2. keine Programme oder API-Aufrufe auszuführen, die Serverressourcen in übermäßigem Umfang beanspruchen;
3. den Speicherplatz ausschließlich für IoT-Daten, Dashboard-Konfigurationen und Digital-Twin-bezogene Dateien zu nutzen;
4. den Dienst nicht ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Anbieters weiterzuverkaufen oder Dritten zugänglich zu machen.
Bei Verstößen ist der Anbieter berechtigt, unverzüglich und ohne vorherige Abmahnung geeignete Maßnahmen zu ergreifen oder das Vertragsverhältnis außerordentlich zu kündigen.
§ 19 SI-White-Label-Partnerregelung
Kunden, denen eine SI-Partnerlizenz erteilt wurde, sind berechtigt, den Dienst unter eigenem Markennamen an ihre Endkunden anzubieten. SI-Partner haften gegenüber ihren Endkunden selbständig und vollumfänglich für Servicequalität, Datensicherheit und die Einhaltung anwendbarer Rechtsvorschriften. Der Anbieter übernimmt gegenüber Endkunden von SI-Partnern keine unmittelbare Haftung. SI-Partner sind nicht berechtigt, sich als Vertreter oder Bevollmächtigte des Anbieters auszugeben.
§ 20 Anzuwendendes Recht
Diese AGB und alle sich daraus ergebenden Ansprüche unterliegen dem Recht der Republik China (Taiwan) unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Kollisionsnormen des internationalen Privatrechts.
§ 21 Gerichtsstand
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB ist das Taipei District Court in Taiwan, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.